DPG Prüfbescheinigung

DPG Wissen

Wissenswertes zur DIN VDE 0105-100 & DIN VDE 0105-100/A1

Sie möchten sich über die DIN VDE 0105-100 und DIN VDE 0105-100/A1 informieren? Hier finden Sie wissenswerte Fakten zu dieser wichtigen Richtlinie für den sicheren Umgang mit elektrischen Anlagen. Erfahren Sie, welche spezifischen Anforderungen genau mit der DIN VDE 0105-100 bzw. DIN VDE 0105-100/A1 zusammenhängen, warum deren Einhaltung von hoher Relevanz ist und warum die DPG der richtige Ansprechpartner in allen Bereichen der elektrischen Betriebssicherheit ist.
Die Norm DIN VDE 0105-100 „Betrieb von elektrischen Anlagen – Teil 100: Allgemeine Festlegungen“ konkretisiert die Anforderungen für das sichere Bedienen von und Arbeiten an, mit oder in der Nähe von elektrischen Anlagen aller Spannungsebenen – von Kleinspannung bis Hochspannung. Sie betrifft sowohl ortsfeste (auch vorübergehend aufgebaute) als auch ortsveränderliche Anlagen, die entweder unter Spannung stehend oder im spannungsfreien Zustand bewegt werden, und gilt für sämtliche Arbeits-, Bedienungs- und Wartungsverfahren sowie für alle elektrotechnischen Arbeiten, bei denen eine Gefahr durch Elektrizität besteht.

Elektrische Anlagen dienen der Erzeugung, Übertragung, Umwandlung, Verteilung und Anwendung elektrischer Energie. Hierunter fallen z.B.:

  • elektrische Haupt-/Unterverteilungen, inkl. ihrer Betriebsmittel wie z.B.:
    • Fehlerstromschutzschalter
    • Leitungsschutzschalter
    • Schmelzsicherungen
    • Trenn- und Schaltgeräte
    • Kabel- und Leitungsanlagen

  • Fest installierte Betriebsmittel wie z.B.:
    • Steckdosen aller Art
    • fest angeschlossene Leuchten
    • sonstige fest angeschlossene Verbraucher, z.B. Klimageräte, Elektroheizungen, Automatiktüren und -tore, Mess-, Steuer- und Regeltechnik usw.

  • Baustromverteiler
  • transportable Elektro-Verteiler für Messen, Shows und Ausstellungen

Auch sich in Betrieb befindliche elektrische Maschinen fallen in den Geltungsbereich der
DIN VDE 0105-100, nachdem die Erstprüfung nach DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1) und die Erstinbetriebnahme erfolgt sind. Hierunter fallen z.B. auch ortsveränderliche elektrische Maschinen wie elektrisch angetriebene Bagger.

Da derartige Anlagen grundsätzlich jederzeit sicher betrieben werden müssen, sind regelmäßige Wiederholungsprüfungen notwendig. Wiederkehrende Prüfungen werden seit Juni 2017 gesondert in DIN VDE 0105-100/A1 konkretisiert. Durch regelmäßig wiederkehrende Prüfungen gem.
DIN VDE 0105-100/A1 – ergänzt durch geeignete Erprobungen und Messungen nach DIN VDE 0100-600 – wird gewähreistet, dass die Sicherheit von Personen und Nutztieren vor den Wirkungen des elektrischen Schlags und vor Verbrennungen und der Schutz gegen Sachschäden durch Brand und Wärme, die durch Fehler in der elektrischen Anlage entstehen, sichergestellt sind.

Außerdem bietet die Prüfung nach DIN VDE 0105-100/A1 eine Bestätigung, dass die Sicherheit der Anlage nicht durch etwaige Beschädigungen oder Verschleiß beeinträchtigt ist und dass die nach DIN VDE 0100-410 geforderten Bemessungen und Einstellungen der Schutz- und Überwachungs-einrichtungen eingehalten sind.
Schlussendlich geht es bei der Prüfung nach DIN VDE 0105-100/A1 darum, Abweichungen zu den Anforderungen der relevanten Teile der für die Errichtung elektrischen Anlagen geltenden Normen der Reihe DIN VDE 0100 und Fehler in der Anlage, aus denen sich eine Gefahr ergeben kann, zu erkennen.
Wie oft die Wiederholungsprüfung im Einzelfall erfolgen muss, ist anhand einer individuellen Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.
DIN VDE 0105-100 und DIN VDE 0105-100/A1 sind elektrotechnische Normen und keine Gesetze. Sollten man sie deshalb außer Acht lassen? Keinesfalls! Zum einen wird durch die Einhaltung der in diesen Normen formulierten Anforderungen gewährleistet, dass die entsprechenden elektrischen Anlagen einwandfrei funktionieren und sicher betrieben werden können, was dem Schutz vor Unfällen, Sachschäden und möglichen rechtlichen Konsequenzen dient. Zum anderen fordert der Gesetzgeber durch die Betriebssicherheitsverordnung, dass Arbeitsmittel, die Schäden verursachenden Einflüssen ausgesetzt sind, die zu Gefährdungen der Beschäftigten führen können, wiederkehrend von einer zur Prüfung befähigten Person geprüft werden. Im Bereich der elektrischen Anlagen stellt die DIN VDE 0105-100/A1 hierfür die anerkannten Regeln der Technik dar.
Zudem kann die eine regelmäßige Prüfung gem. DIN VDE 0105-100/A1 wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Gut gewartete und geprüfte elektrische Anlagen weisen schließlich eine längere Lebensdauer auf, verursachen weniger Ausfallzeiten und sind weniger reparaturanfällig.
Ergo: Obwohl die Normen selbst keine Gesetze darstellen, raten wir von der DPG, die DIN VDE 0105-100 und DIN VDE 0105-100/A1 nicht zu ignorieren. Ihre Einhaltung zeigt Verantwortungsbewusstsein und trägt zur Sicherheit der Benutzer und Bediener sowie der langfristigen Zuverlässigkeit und Effizienz elektrischer Anlagen bei.
Prüfungen nach DIN VDE 0105-100/A1 dürfen ausschließlich durch Personen erfolgen, die über eine abgeschlossene relevante elektrotechnische Berufsausbildung verfügen oder ein elektrotechnisches Studium absolviert haben. Zudem müssen diese Personen praktische Berufserfahrungen mit den jeweiligen Arbeitsmitteln sowie eine zeitnahe berufliche Tätigkeit in diesem Fachbereich vorweisen können. Man spricht hierbei auch von befähigten Personen gemäß TRBS 1203. Auch die DIN VDE 0105-100/A1 selbst schreibt vor, dass die Prüfung von einer Elektrofachkraft mit Prüferfahrung durchgeführt werden muss.
Sie sehen: Die Anforderungen sind hoch. Die Prüftechniker der DPG erfüllen all diese ohne Ausnahme! Kompetenz ist aber längst nicht unsere einzige Stärke. Zuverlässigkeit, Kundennähe, eine 24/7-Einsatzbereitschaft sowie ein hohes Level an Effizienz und Effektivität machen uns zu Ihrem starken Partner, bei dem Sie alles rund um die elektrische Betriebssicherheit bequem aus einer Hand erhalten.
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